Tauchen auf Koh Tao

Eine Geschichte aus Koh Tao, 6. bis 27. Januar.

Am zweiten Tag in Koh Tao checken wir bei der Tauchbasis ein, die zu unserem Hotel gehört. Sie heisst passend Sairee Cottage Diving. Es ist eine 5-Star PADI Tauchbasis und Instructor Development Center. Das sind viele wichtig tönende Worte für: Hier kann man Tauchkurse machen, Tauchlehrer werden oder wie wir, einfach „nur“ Tauchen. Schon nach Kurzem stellt jedoch heraus, dass wir hier eine ganz seltene Ausnahme sind. Ziemlich gute Taucher, die nur zum Spass tauchen und keine Kurse machen und auch nicht machen wollen, wo gibts denn so was? Also auf Koh Tao wohl sehr selten.

Sairee Cottage Diving, aus dem Pool fotografiert.

Wir entscheiden uns zunächst abwechselnd tauchen zu gehen, die Optionen für Kinderbetreuung sind rar und gefallen uns bisher nicht. Am nächsten Morgen darf ich zuerst Tauchen gehen. Man trifft sich um 07:45 Uhr um das Tauchzeug zu packen und geht dann gemeinsam über den Strand zu einem Long-Tail Boot. Nach knapp fünf Minuten steigen wir um auf ein grosses Holzboot mit zwei Decks, auf dem bestimmt Platz für über 20 Taucher ist. Heute sind wir, die Tauchguides eingerechnet, zum Glück nur rund Zehn.

Nach einer guten Viertelstunde Fahrt beginnen wir uns bereit zu machen zum Tauchen, jeder zieht seinen Anzug an, prüft sein Tauchgerät und nimmt es wie einen Rucksack auf den Rücken. Der mir zugeteilte Tauchpartner beginnt mit dem Buddy Check, bei dem man mit dem Tauchpartner zusammen die Ausrüstung nochmals prüft bevor man ins Wasser geht. Diese Prüfung wird je nach Tauchverband ein bisschen unterschiedlich durchgeführt. Bei PADI zum Beispiel prüft der eine die Ausrüstung des anderen, bei CMAS führt man selbst dem Tauchpartner die voll funktionstüchtige Ausrüstung vor. Meine Tauchpartner beginnt mit holländischem Akzent mir seine Ausrüstung vorzuführen. Mein Taucherherz macht sofort einen Freudensprung, war ich doch in Tübingen lange im Tauchverein, der nach CMAS taucht und ausbildet. CMAS ist sehr verbreitet in Europa, vor allem bei den Tauchvereinen. Und Taucher, die regelmässig zuhause in Seen tauchen sind in der Regel gute Taucher. Ich freue mich auf einen entspannten Tauchgang mit einem guten Tauchpartner.

Der erste Tauchgang ist ganz nett, mit dem Shorty (Neoprenanzug mit kurzen Armen und Beinen) ist das 29 Grad warme Wasser gut auszuhalten, es gibt viele Fische und ein paar Korallen. Besonders beeindruckend ist ein grosser Schwarm Barracudas, der sich vor uns teilt und hinter uns wieder zusammenschliesst. Die Sicht ist im flacheren Bereich ganz gut mir rund 20 Meter, in tieferen Regionen sinkt sie jedoch auf unter fünf Meter. Leider sind wir nach rund 45 Minuten schon wieder zurück auf dem Boot, weil bei zwei Mittauchern in unserer Gruppe die Luft bereits knapp geworden ist. Aber es ist ein wunderbares Gefühl in so warmem Wasser zu tauchen und so viele Fische zu sehen.

In der Pause vor dem zweiten Tauchgang geniesse ich eine Tasse Tee und unterhalte mich mit unserem Tauchguide. Er heisst Gal, ich glaube das ist ein Spitzname, er kommt aus England und ich schätze er ist gut 50 Jahre alt. Er erzählt, dass er selten Taucher hat mit mehr als 50 Tauchgängen, es sei schon ein bisschen Babysitting, aber er mache es gerne und beneide die Tauchlehrer nicht, die bei jedem Tauchgang Übungen mit ihren Schülern machen müssen. Nach einer guten Stunde machen wir uns bereit wieder ins Wasser zu gehen.

Der Zweite Tauchgang geht zu einem Wrack, wieder ein ausgedientes kleineres Kriegsschiff. Dieses wurde absichtlich als Tauchattraktion versenkt. Wir tauchen in klares blaues warmes Wasser ab, das sich jedoch bei etwa 20 Metern grün färbt und trüb wird. Die Sicht reduziert sich auf wenige Meter, wir vier Taucher rücken in den Zweierpärchen (buddy teams) näher zusammen und tauchen dicht hinter dem Guide, so dass wir uns immer gut sehen können und niemand verloren geht. Das wäre zwar nicht schlimm, denn falls man mal seinen Tauchpartner nicht mehr sieht, und ihn nach einer Minute auch nicht mehr findet, taucht man langsam auf und schwimmt zurück zum Boot. Der Tauchgang wäre dann eben vorzeitig beendet und das wäre schade.

Nach drei bis vier Minuten in der trüben Suppe taucht vor uns die Bordwand mit der Reling auf, das ist das seitliche Geländer am Schiff. Wir sind am Heck des Wracks. Wir tauchen ein bisschen höher, so dass wir mit gut zwei Meter Abstand zum Deck und zu Schiffswänden mit der Erkundung des Wracks beginnen können. Man kann gut sehen dass das Schiff erst ein paar Jahre hier liegt, es ist noch so stark mit Korallen bewachsen und die Metallteile sind noch ziemlich intakt. Trotzdem ist es verboten das Wrack zu berühren, sich irgendwo festzuhalten oder sogar darauf zu setzen. Offenbar haben sich in der Vergangenheit vor allem Chinesen gruppenweise auf die Hauptkanone am Bug des Schiffes gesetzt und sich dort fotografieren lassen. Es ist ja nicht so, dass nichts anzufassen nicht einer der wichtigen Punkt im ersten Tauchkurs ist, egal bei welchem Ausbildungsverband. Leider wird das nicht überall gleich ernst genommen.

Wir kommen an der Brücke vorbei. Die Glasscheiben fehlen, vermutlich wurden sie entfernt vor dem Versenken des Schiffes, um nicht einen „Notausgang“ für Taucher zu versperren, die durch das Wrack tauchen. Direkt unter der Decke hinter den Fenstern schwimmen vier Giant Snapper, sie schauen uns fast ein bisschen unglaubwürdig an und verfolgen jede unserer Bewegungen genau. Angst haben keine, da wir mit Abstand zu ihnen tauchen und sie nicht ärgern. Vor der Brücke ist die Hauptkanone auf dem Deck, beeindruckend gross. Auf beiden Seiten sind Sitze und Fusskurbeln um Richtung und Abschusswinkel einzustellen. Der Lauf ragt gerade voraus und schräg nach oben. Ein feiner grüner Algenflaum bedeckt das ganze Geschütz, Korallen hat es hier aber noch keine. Nach ungefähr 25 Minuten seit dem Abtauchen kommen wir am Bug des Schiffes an und beginnen mit dem Aufstieg während wir gemütlich zurück Richtung Boot schwimmen. Gesamttauchzeit sind immerhin gut 50 Minuten, damit kann ich schon besser leben.

Gegen 13:30 Uhr kommen wir mit dem Longtailboot wieder am Strand an, wo Ellie und Barbara auf mich warten. Was für ein schöner Empfang! Wir essen zu Mittag und geniessen den Nachmittag am Pool und Strand. Ellie fährt total auf den Pool ab, aber davon erzähl ich Euch in einem anderen Blog.

Ein paar Tage später, am Samstag, darf ich wieder Tauchen gehen. Heute geht die Tauchausfahrt zum Sail Rock, das soll einer der schönsten Tauchplätze um Koh Tao sein. Er ist ein ganzes Stück weiter weg, das kostet natürlich gleich etwas mehr. Auf der gut zwei stündigen Bootsfahrt habe ich viel Zeit schreiben auf dem Oberdeck unter dem grossen Sonnensegel. Tatsächlich sind sehr viele Fische zu sehen, sehr spannend sind verschiedene Arten von Barracudas. Mit der Sicht verhält es sich leider etwas schlechter als am ersten Tauchtag. Über diese Tauchgänge erzähle ich nicht so detailliert, dafür zeige ich Euch unten ein Video dass Barbara von ihrer Ausfahrt zum Sailrock zwei Wochen später gemacht hat.

Tauchen am Sail Rock von Barbara

Auf der Bootsfahrt von Sail Rock zurück nach Koh Tao sitzen wir wieder auf dem Oberdeck, es gibt etwas zu essen und ein „Dekobierchen“. So wird unter Tauchern das Bier nach dem letzten Tauchgang am Tag genannt. Man unterhält sich über die Tauchgänge, was für spannende Fische oder Korallen gesichtet wurden und es werden Tips und Tricks über das Tauchen ausgetauscht. Mit dem Fahrtwind ist die Hitze in der Badehose gerade so zu ertragen und ich bin nicht der einzige, der nicht merkt dass die Zeit unter der tief stehenden Sonne wie im Flug vergeht. An Sonnenschutz denkt leider keiner, oder wenn ich ehrlich bin denke ich schon daran aber glaube dass die Sonne schon nicht mehr so stark sein wir am Nachmittag um 5 Uhr.

Nun ja, leider falsch gedacht. Zum Glück ist der Sonnenbrand nach zwei Tagen mit viel Aloevera Creme wieder weg und ich um eine Selbsterkenntnis reicher: Gegen die Sonne gewinnt niemand, auch kein Tauch-Hero-Papi.

Die Nächte mit leicht rotem Rücken sind jedenfalls deutlich wärmer als sonst, vielleicht sind dafür die Träume intensiver? Ich hoffe ihr schlafft bis zum nächsten Blog besser als ich.

Feuer

Die nächsten drei Wochen, vom 6. bis zum 27. Januar, verbringen wir auf Koh Tao. Von dieser spannenden Zeit werde ich in mehreren Blogs unterschiedliche Geschichten erzählen. Ich glaube das ist spannender als von vielen Tagen das gleiche zu berichten: Aufstehen, Frühstück, Pool, Mittagessen, Pool, Abendessen. Ja, viele Tage liefen so oder ähnlich ab. Seid aber gespannt, es gab trotzdem viel zu entdecken auf der kleinen Insel.

Jetzt zu der Geschichte von heute: Feuer! Es wird ein bisschen hobby-fotografisch, lasst Euch nicht abschrecken, ihr könnt auch die Bilder anschauen ohne zu lesen.

Nach einem ausgiebigen Mittagschlaf erkunden wir unser Hotel Sairee Cottage uns sind begeistert, neben vielen schönen Dingen ist es vor allem sauber. Am zweiten Abend begeben wir uns auf Erkundungstour den Strand entlang, der jetzt bei Ebbe auch breit genug ist zum Spazieren. Die Wellen sind nicht der Rede wert, sie könnten sich kaum mit den Wellen am Bodensee messen.

Die Dämmerung bricht herein und mein Foto fängt an in der Tasche zu jucken, besonders als wir einen gut fünf Meter hohen Felsen finden der bis ins Meer ragt. Der Granit ist so rund abgeschliffen, keine Chance da hochzuklettern, so schön die Aussicht auch wäre. Also tapsen wir barfuss rund herum durchs Wasser auf die andere Seite. Und da ist nach etwa zwanzig Metern noch ein Felsen, wenn auch nur vier Meter hoch. Leider auch rund. Hinter diesem Felsen ist ein einladendes kleines Restaurant, das Lazy. Klingt sehr gut! Wir gönnen uns eine frische Kokosnuss zum Sonnenuntergang. Die Kokosnüsse werden oben mit einer Machete oder angsteinflössend grossen Messern mit vier bis fünf Hieben aufgeschlagen und gekühlt mit einem Trinkhalm und einem Löffel serviert. Das kalte Kokoswasser erfrischt und danach kann mann das junge sättigende Kokosfleisch mit dem Löffel herauskratzen. Sundowner und Vorspeise sind damit mehr als erledigt. Ellie vertieft sich in den Sand und wir entscheiden uns zum Abendessen zu bleiben.

Von dieser Seite ist der Fels erklimmbar und Ellie hilft mir den Sonnenuntergang von oben aus zu fotografieren. Zu den Sonnenuntergängen aber mehr in einem anderen Blog.

Schon während dem Abendessen tönt aus dem Nachbarlokal laute Musik, es ist eher eine kleine Discothek mit sehr vielen bunten blinkenden Lichtern. Ellie ist nicht mehr zu halten. Nach dem Essen zahle ich also und folge meinen Damen nach neben an. Wir sind fast die einzigen Gäste. Ellie tanz total wild und ausdrucksstark, sie vereinnahmt dabei den ganzen Raum. Barbara und ich schauen uns an so „von mir hat sie das sicher nicht“. Wir sind, mal wieder, total erstaunt über unser Kind. Ich würde viel häufiger Zweifeln ob da nicht vielleicht im Krankenhaus etwas vertauscht wurde, hätte sie nicht diese blauen Augen, die meinen zumindest in der Grundfarbe ähneln.

Aus dem Augenwinkel sehe ich wie am Strand zwei junge Thais anfangen mit Feuerpois zu spielen. Pois sind Kugeln mit einer rund einen halben Meter langen Schnur und einer kleinen Fingerschlaufe am Ende. Gute Artisten können ein, zwei oder mehrere davon gleichzeitig an ihren Händen herumwirbeln. Für Mutige gibt es sie auch als Fackel an einer Kette, das ist in der Dunkelheit der Nacht natürlich viel beeindruckender. Die Szenerie ist dazu der Knaller, Liegestühle im Bogen um den Spielbereich, links und rechts eingefasst von den vier und fünf Meter hohen leicht rosanen Granitfelsen und im Hintergrund ein paar Fahnen und das Meer.

Mein Foto springt aus der Tasche, ich hechte hinterher, wir krallen uns einen Barhocker als provisorisches Stativ und ich mache in den nächsten eineinhalb Stunden ein paar hundert Fotos. Hier sind die besten davon.

Belichtungszeit 0.7 Sek bei Blende f/5.6 und ISO 200

Die Jungs sind sehr gut! Und es tauchen immer mehr von Ihnen auf. Der Barkeeper lehnt sich zu mir rüber und sagt: „Warte, spare deine Batterie, später machen die hier mit sechs Leuten ein richtiges Spektakel.“ Ich nicke anerkennend, leider habe ich keine Zeit ein Getränk zu bestellen oder zu trinken. Also fotografiere ich weiter, ausserdem hab ich eine Ersatzbatterie dabei.

Trotz Barhocker werden die Fotos leider nicht ganz scharf. Na immerhin sind die Lichtspuren schön scharf. Ich probiere aus mit welcher Belichtungszeit ich es schaffe genau eine volle Kreisbewegung ablichten zu können. Immer wenn ich es gerade fast geschafft habe, ändern die Jungs den Radius, mal schwingen sie aus dem Handgelenk, mal aus dem Ellenbogen oder aus der Schulter. Auch die Geschwindigkeit mit der sie die Pois herumwirbeln variieren sie mitunter plötzlich.

Belichtungszeit 0.3 Sek bei Blende f/5.6 und ISO 400

Juhuu, es ist mir gelungen: Genau ein voller Kreis! Und die Bewegung ist auch noch so gleichförmig, man kann fast nicht sehen wo Anfang und Ende ist. Und dann hab ich die Zeiten perfektioniert und kann immer schneller auf die verschiedenen Figuren reagieren. Es entstehen fantastische Muster auf den Fotos!

Belichtungszeit 1 Sek bei Blende f/9.5 und ISO 400

Bisher haben sie sich abgewechselt, doch jetzt fangen sie an zu zweit zu spielen und gemeinsam Figuren und Muster zu machen. Ein paar Feuershows habe ich ja schon gesehen, aber das wird jetzt richtig spannend.

Plötzlich fliegt ein Poi hoch in die Luft. Beim ersten Versuch klappt das mit dem Fangen zwar noch nicht aber es scheint niemanden zu stören.

Belichtungszeit 0.3 Sek bei Blende f/4.5 und ISO 400

Grosse Kreise, nebeneinander stehend, sieht besser aus!

Belichtungszeit 0.7 Sek bei Blende f/6.7 und ISO 400

Später aber klappt das Werfen und Fangen sehr gut, die Fotos davon leider nicht so. Meistens weil die brennenden Pois direkt über uns hinwegfliegen. Da hab ich einfach keine Chance, und ausserdem Herzklopfen.

Barbara und Ellie sind auch gekommen und mit der Bestellung von zwei Getränken steigt auch wieder die Laune des Barkeepers, der mich bisher immer mal wieder ein wenig abschätzig angeschaut hat. Was mach ich da auch, seinen Barhocker besetzen und dann nicht mal eine Alibi-Cola bestellen, Saukerl, pfffff.

Jetzt packen die Jungs Feuerstangen aus, das sind rund einen Meter lange Stangen, in der Mitte einen Griff der nicht brennt. Die beiden Enden sind im Prinzip längliche Fackeln. Da ist viel mehr Feuer in der Hand, die Hitze ist vom Publikum sehr gut zu spüren. Es wird wild herumgewirbelt, alleine, zu zweit und zu dritt. Und dann fangen sie an die Dinger hochzuwerfen, einfach der Hammer. Einen Wurf, oder korrekterweise das wieder Fangen, habe ich gut erwischt.

Belichtungszeit 1 Sek bei Blende f/8.0 und ISO 400

Zurück zu den Pois, hm ok. Oh ha, die Steigerung kommt in Form von Akrobatik. Jetzt steigen diese drahtigen Jungs mit brennenden Feuerbällen in den Händen auf einander hinauf. WOW, da bin ich echt platt. Der Grossteil des Publikums zeigt nicht so viel Begeisterung, vielleicht ist nicht allen klar, dass das gerade nochmal eine ganz andere Schwierigkeitsstufe ist.

Zwischen den Köpfen und Körpern ist kaum Platz die Pois wie gewohnt herum zu wirbeln. Doch da haben die Jungs einen Trick auf Lager, sie schwingen die Pois kurz sehr schnell im kleinen Radius asymmetrisch aber in der gleichen Richtung und lassen dann die Ketten ineinander verzwirbeln. Der Radius wird dabei noch kleiner, die Drehgeschwindigkeit erhöht so somit nochmal enorm. Der Drehimpuls ist stark. Frei gelagert an den Fingerschlaufen drehen die Pois locker lange genug um Menschen-Pyramiden zu bauen.

Belichtungszeit 1/6 Sek bei Blende f/4.0 und ISO 400

Kurze Zeit später zeigen sie eine Pyramide mit den Feuerstangen, wirklich beeindruckend!

Belichtungszeit 1/8 Sek bei Blende f/4.0 und ISO 400

Für Ellie ist das Highlight des Abends selber ein Kettenende mit zwirbelnden Feuerpois halten zu dürfen. Das macht der junge Mann wirklich gut, immerhin braucht er drei bis vier Versuche bis sie sich getraut die Kette alleine zu halten. Zwischendurch geht er zu anderen Gästen, die sich, ganz nach seinem Vorbild, an den zwirbelnden Pois eine Zigarette anstecken lassen. Ist zwar nicht ganz jugendfrei, sieht aber schon cool aus.

Belichtungszeit 1/6 Sek bei Blende f/4.0 und ISO 400

Gegen 22 Uhr ist Ellie so richtig schön müde und wir brechen auf Richtung Bett. Leider zwar deutlich vor dem grossen Finale mit sechs Feuerkünstlern, aber happy baby, happy wife, happy life, oder man kann einfach nicht alles haben. Ausserdem darf ich einen Riesenhaufen Fotos aussortieren, woran mich Barbara mit einen verschmitzten Grinsen erinnert. Ich grinse zurück und trage die tief schlafende Ellie nach hause.

Ja, wir fühlen uns schon sehr wohl hier. Gute Nacht, träumt schön und bis zum nächsten Blog.

Fähre nach Koh Tao

05:30 Uhr, der Handywecker surrt, Barbara und ich sind sofort hellwach. Wir sind ein bisschen nervös, ob das mit der Fähre klappt, das Ticket hatten wir von zu hause aus mit einer App auf dem Handy gebucht. Ich staune über mich selbst, habe ich mich doch für gut informiert und am Puls der Zeit gehalten, zumindest was das Tickets buchen angeht. Zuhause kaufen wir Zugtickets ja nur noch per App. Irgendwo in meinem Hinterkopf kratzt aber die Erinnerung an das letzte Mal als ich reisen war. Es kommt keine App darin vor. Und Jetzt soll ich einem elektronischen Ticket vertrauen für eine Bootsfahrt mit einem Schnellboot ab einem Hafen, der vor zwei Tagen eher nach verlassenem Fischereihafen aussah?

Fischerboote in Pak Nam

Am Abend vorher hatten wir entschieden den knappen Kilometer von unserem Gästehaus zum Hafen vielleicht doch nicht früh morgens laufen zu wollen, wir hätten Ellie wohl tragen müssen. Schlau wie wir sind, hatten wir die Wirtin gefragt ob sie uns ein Taxi vorbestellen könne für heute morgen. Sie hatte aber gesagt: „No Ploblem, you come Moning 6:20“. Hm, für das Taxi haben wir also nicht mal eine App, geschweige denn einen Zettel oder irgend etwas schriftliches. Na gut, zur Not können wir ja doch noch laufen, die Fähre fährt ja erst um 7:00.

Ellie dreht sich einmal um und schläft weiter, diagonal, in dem Doppelbett in dem wir zu dritt die letzten drei Nächte geschlafen haben. Ich krieche aus dem Bett und unter den diagonal gespannten Wäscheleinen hindurch, die wir selbst aufgehängt hatten um daran über die letzten zwei Tage eine Maschine Wäsche zu trocknen. Natürlich bleibe ich im noch dunklen Zimmer genau mit dem linken Ohr daran hängen bevor ich es schaffe im Bad Licht zu machen. Na guten Morgen!

06:15 Uhr, wir stehen mit gepackten Taschen und schläfriger Ellie unten auf der Strasse, die Wirtin wartet schon auf uns. Sie begrüsst uns herzlich und streichelt Ellie zum Abschied über die Haare, leider ohne vorher zu fragen. Sie wird darauf hin von Ellie ordentlich angefaucht – zurecht. Wir fragen nach dem Taxi, da nirgends ein Fahrzeug oder ein Fahrer zu sehen ist. Sie deutet auf die andere Strassenseite und meint: „Wait hiii, wait hiii, Taxi come, Taxi come.“ Keine Preisangabe von ihr oder besser eine Preisverhandlung? Hm, sehr seltsam. Sie verschwindet wieder im Haus. Noch seltsamer. Na gut, wir stellen uns also auf die andere Seite der kleinen Strasse.

06:30 Uhr, wir stehen uns die Beine in den Bauch und starren beide die Strasse hinunter um dem Taxi zu winken, das hoffentlich bald kommt. Immer wieder fahren so genannte Trikes vorbei, die genügend Platz hätten uns mitzunehmen. Sie könnten also quasi hier in der Provinz als TukTuk-Taxi benützt werden. Trikes sind Motorroller, meist mit 125 Kubikzentimeter Hubraum und einem grossen Beiwagen. Es sind wohl neben den Rollern ohne Beiwagen die häufigsten Fahrzeuge. Es gibt sie mit Sitzen für Passagiere, mit grosser Ladefläche oder als voll ausgebaute Garküchen. Aber es hält keines davon an.

06:45 Uhr, wir werden sehr ungeduldig. Wir könnten noch laufen, wenn wir uns sehr beeilen. Das wäre aber körperlich und zwischenmenschlich eine nicht leicht zu nehmende Zerreissprobe. Wir könnten auch probieren selbst ein Taxi zu stoppen. Wir probieren also Fahrzeuge zu stoppen die so aussehen, als ob sie uns mitnehmen könnten, vielleicht winken wir falsch, aber es hält keiner an. Dir Wirtin ist mittlerweile wieder aufgetaucht, sie telefoniert und unterhält sich mit ihrer Nachbarin, die immerhin ein Trike hätte. Auf Nachfrage nach dem Taxi, sagt nochmal: „Taxi coming, Taxi coming, wait, wait.“ So ganz ruhig ist sie auch nicht mehr, wir werden leicht panisch.

Ja, Thais haben die Angewohnheit alles zwei mal zu sagen wenn sie englisch sprechen. Das hilft zwar manchmal sie zu verstehen aber jetzt grade treibt es mich eher in den Wahnsinn.

06:55 Uhr, zwischen wütend und total panisch wird uns klar, dass der Zug, oder heute die Fähre, wohl abgefahren ist – ohne uns! In einem letzten Versuch, will ich gerade wieder über die Strasse um die Wirtin oder ihre Nachbarin zu überzeugen, dass sie uns „bitte, bitte“ selbst zum Pier fahren möge, wenn nötig auch mit einem Roller. Plötzlich steuert ein grosser frisierter quitschgrüner Reisebus auf uns zu und bremst. Wir erschrecken! Barbara schnappt Ellie und springt einen Meter von der Bordsteinkante nach hinten, ich hetzte zurück auf den Gehweg. Kurz bevor der Bus vor uns zum Stehen kommt und uns die Sicht versperrt deutet die Wirtin auf den Bus: „juu Taxi, juu Taxi, bye bye, bye bye, thank juu, thank juu!“ Ein freundlicher Busfahrer steigt aus, hilft Barbara und Ellie in den Bus, unsere Taschen und mich buxiert er in die hintere Türe. Die Fahrt kostet nichts.

Im Bus wird mir langsam klar was gelaufen ist. Also immerhin nicht wir. … Nein, im Ernst, die Wirtin kennt wohl die Busfahrer und hat sie gebeten uns mitzunehmen. Der Bus kam wahrscheinlich aus Bangkok, ist über Nacht gefahren und ist gerade auf dem Weg seine Passagiere zur Fähre zu bringen. Es klappt alles ganz reibungslos, die Fähre wartet anstandslos ein paar Minuten bis Alle ihre Tickets gezeigt haben und eingestiegen sind. Ich erinnere mich, gelesen zu haben, dass man kombinierte Tickets für Bus und Fähre kaufen kann. Das erklärt natürlich den reibungslosen Ablauf.

Vielleicht sollte ich mich doch mehr auf die elektronischen Tickets verlassen und vielleicht auch mal ein Kombiticket buchen anstatt das selber organisieren zu wollen. Oder ich akzeptiere dass ich ein bisschen alt bin? Wirklich? Jetzt schon?

Baggerschiff in Pak Nam

Gerade als wir auslaufen geht die Sonne auf. Die Fähre ist bei Weitem nicht ausgebucht und unter den Passagieren ist sehr gute Stimmung. Es sind alles Touristen, man unterhält sich und manche knüpfen erste Kontakte oder stellen fest, dass sie auf Koh Tao im gleichen Hotel gebucht haben.

Über die Wellenbrecher hinweg sehen wir eine kleine Insel mit Palmen genau gegen die aufgehende Sonne, zum Glück habe ich meinen Foto in der Hand.

Inselträume im Sonnenaufgang

Etwa eine halbe Stunde später können wir schon Koh Tao sehen und ich erwische einen jungen Mann wie er Richtung Insel blickt und träumt.

Sonnenaufgang über Koh Tao

Etwas später sitzen wir im oberen Deck, es ist leider so saukalt im überklimatisierten Inneren des Schiffes, dass die Scheiben anlaufen. Draussen vor den stark getönten Scheiben machen zwei junge Frauen Fotos, ich glaube sie haben keine Ahnung wie lustig dass für uns von innen aussieht.

Schattenspiele, hihihi

Überall junge Frauen und Männer, zzzhhh. Wir reisen mit Kind. Immerhin sind wir nicht die einzigen mit Kind. Die Kinderlosen meiden uns aber konsequent. Ich fühle mich ein bisschen ausgeschlossen, habe aber auch wirklich keine Lust mich mit den Eltern von einem Säugling zu unterhalten. Das ist eine unerwartete, leider wohl sehr reale, Situation für mich, an die ich mich jetzt gewöhnen darf.

Nach gut drei stündiger Fahrt kommen wir auf Koh Tao an. Wie befürchtet, ist die ganze Bucht vor dem Hauptstrand, wo auch unser Hotel ist, voll mit grossen und kleineren Booten. Man kann schon von weitem sehen, dass sie viele Tauchflaschen auf den Booten haben.

Partnerlook – Frisuren

Das Aussteigen ist trotz der wenigen Passagiere ein völliges durcheinander. Nach 10 Minuten wurden alle Anderen abgeholt oder sind auf ihre gemieteten Roller gestiegen und davon gefahren. Wir haben uns rigoros gegen Taxiangebote gewehrt, schliesslich hat uns unser Hotel angeboten uns abzuholen. Nach einigem hin und her hat Barbara die richtige Person am Telefon und wir werden kurz darauf von einem strahlenden kleinen Thai mit einem Auto abgeholt. Im Hotel angekommen werden wir sehr freundlich begrüsst und das Check-In läuft absolut reibungslos.

Endlich sind wir auf einer Insel, mit einem grossen Seufzer sinken wir zufrieden auf unser etwas kurzes Bett und versuchen das zu geniessen!

Guten Mittagsschlaf!

Er fällt leider aus, weil Ellie unbedingt sofort in den Pool möchte. Aber das erzähle ich Euch in einem anderen Blog. Schlaft gut und bis dahin!

H.M.S. CHUMPHON

Sonntag, 4. Januar, Tag 7 unserer Reise

Macht es Euch gemütlich mit einer Tasse heissen Kaffe oder Tee, dieser Blog ist etwas länger. Viel Spass beim lesen.

Guten Morgen! Heute, an unserem letzten Tag in Chumphon – Pak Nam wollen wir einen Ausflug machen an einen nahe gelegenen Strand, den Sairee Beach. Endlich mal richtig im Meer baden.

Wir nehmen den öffentlichen „Bus“ und fahren die rund 11 Kilometer auf relativ gut ausgebauten Strassen. Das Gefährt ist dafür eher älter, klapperig und langsam, eine Holzkiste mit Sitzbänken hinten auf einem Mini LKW. Sicherheitsgurte suchen wir erst gar nicht an den blanken Holzbänken. Zum Glück fährt die Busfahrerin auch langsam und lässt sich häufig von drängelnden Mopeds und normaleren Autos überholen, denn sie ist doch sehr von Ellie abgelenkt und schaut teilweise etwas zu lange in ihren übergrossen Rückspiegel nach hinten.

Öffentlicher Bus

Der Sairee Beach soll ein bekannter Badestrand sein, wir vermuten jedoch bereits dass damit die Bekanntheit bei einheimischen Touristen gemeint ist. Wir sind auf jeden Fall gespannt was uns erwartet.

Die Strasse macht kurz vor dem Meer eine 90 Grad Kurve, der Bus hält und die Busfahrerin teilt uns nicken mit „Saiwee Biiitsch“. „Ach ja? Bist Du Dir sicher?“ oder so etwas ähnliches geht mir durch den Kopf, denn es sieht jetzt nach meiner Erfahrung nich nach bekanntem Badestrand aus. Ich kann zwar das Meer sehen, aber zwischen der Strasse und dem Meer stehen ein paar klapperige Holztische und Stühle, immerhin mit grosszügigem Sonnenschutz zwischen einigen kargen Bäumen. Einen Strand sehe ich nicht. Na jetzt sind wir schon mal hier, ich habe sowieso langsam etwas Hunger, die Häuser auf der anderen Strassenseite sehen nach einfachen Restaurants aus, also blos jetzt nicht umentscheiden.

Als wir Richtung Meer laufen kommt auch langsam der Strand in Sicht, der schmale Streifen war hinter der Kante der Tische und Stühle, die etwa 2 Meter über dem Meer liegen versteckt. Kaum haben wir uns an einem Tisch niedergelassen, kommt auch schon der Wirt aus dem Restaurant auf der anderen Strassenseite geschossen und fragt uns mit Hilfe einer Übersetzungsapp auf seinem Handy ob wir schon ein Hotel haben und ob wir schon eine Mahlzeit hatten. Wir winken ab. Ich bestelle eine Tasse Kaffee, nicht dass er uns noch verjagt.

Ellie ich und ich ziehen uns unter unseren Handtüchern die Badehosen an und gehen ins Wasser. Oh wie schön, das Wasser ist so warm! Leider ist aber etwas trüb. Im Flachen spielen Ellie und ich bestimmt eine halbe Stunde in den kleinen Wellen.

Mein Kaffe ist dann zwar schon kalt, aber ich hätte wahrscheinlich Schweissausbrüche gehabt, hätte ich bei dem schwül warmen Wetter versucht ihn heiss zu trinken. Wir essen doch noch etwas bei Mr. Handy Thai-Englisch-App. Und das Essen war erstaunlich gut, wenn auch leider für Barbara nur teilweise geniessbar, da leider Paprika enthalten war. Schade, so ein Missverständnis, trotz modernster Übersetzungstechnik.

Direkt neben uns ist ein schöner Rasen angelegt und auf dem Trockenen ist ein ausgedientes Kriegsschiff ausgestellt. Als wir Kinder darauf herumspringen sehen ist klar, wir müssen uns das auch anschauen. Ellie voraus, mein Foto und ich hinterher, Mami trägt den Rucksack und die Verantwortung.

Als erstes sehe ich einen Mönch und einen thailändischen Touristen, die gleichzeitig Selfies machen; von sich vor dem Meer mit grauen Himmel oder vielleicht doch von sich und den deutschen oder englischen Touristen im Hintergrund und von hinten, die gerade die Beine baumeln lassen? Wie spannend. Keine Kommentar

Mönch Selfie

Ok, im nächsten Moment das Selfie mit dem Kriegsschiff. Der Royal Thai Navy H.M.S. CHUMPHOM. Ein Torpedoboot, dass die USA den Thais irgendwann verkauft haben als sie es nicht mehr brauchten und die Thais es dann, als sie es wiederum nicht mehr brauchten an den Strand gestellt haben als „Museum“. Das Ganze zu Ehren irgend eines Generals, der die Royal Thai Navy damals modernisiert hatte. Der interessierte Leser kann gerne mehr Details im Netz nachlesen, für uns war es spannender auf das Schiff zu steigen und es uns anzuschauen.

H.M.S. CHUMPHON
Mönch Selfie

Beeindruckend ist die Gallionsfigur am Bug des Schiffes.

Gallionsfigur

Wobei ich mir beim näheren Hinsehen schon ein bisschen das Grinsen verkneife; so furcht erregend sieht das rote Hühnerfussmänchen jetzt auch nicht aus. Auf dem Schiff heisst es mal wieder Ellie mehr tragen als selber laufen, sie würde einfach zu gern überall raufklettern und an den Geländern baumeln, die natürlich nicht geeignet sind Kinder vor einem Absturz zu bewahren.

Kapitän Ellie

Die Brücke ist besonders spannend, das Steuerrad läuft frei und verschiedene kleine Kapitäne drehen wild daran, auch wenn sie aus dem Fenster nur den Himmel sehen können.

Auf dem Weg zu den unteren Decks werden wir jäh unterbrochen von Ellie, die aufs WC muss. Also schnell runter vom Schiff und neben an in die öffentliche Toilette. Schön wie wir das kennen mit Toilettenfrau, die an einem Tisch sitzt, vor sich einen Teller mit Münzen. Sie ist jedoch erstaunlich freundlich. Die Toiletten sind, naja, sagen wir mal Barbara ist froh, dass ich mit Ellie gehe. Puh, gerade noch rechtzeitig. Als wir wieder rauskommen wird Ellie nochmal sehr bestaunt von der Toilettendame, die ihr sogar einen kleinen Stoffelefanten schenkt.

Entschuldigung, aber „Iiiiiiiiii“, ein Stoffelefant von der Toilettenfrau. „Wo ist die Pinzette?“ Wir versuchen abzuwimmeln, aber Ellie hat ihn schon geschnappt. Der Pflegefachfrau und ihrem Mann ist die Abneigung, glaube ich, sehr deutlich anzusehen. Dr Elefant verschwindet kurz später ganz unerwartet aus Ellies Tasche und aus unserer Erinnerung. Das Bedürfnis bei dieser schwülen Witterung mal wieder zu duschen steigt nach dem vorerst überlebten Elefantenerlebnis plötzlich ins schier unermessliche. Also nix wie zurück ins Hotel. Also eine halbe Stunde später mit dem Bus, dessen Fahrer unterwegs bei sich zuhause eine Pause von gut 10 Minuten einlegt ohne dass uns so richtig klar ist was gerade läuft.

Frisch geduscht machen wir uns am späten Nachmittag auf den Weg ein Restaurant für das Abendessen zu suchen. Und schon wieder stolpern wir über einen Tempel, zum Glück ist dieser nicht offen, der Besuch dauert also nicht so lange. Man kann ja nicht mal darin tanzen.

Wat Pak Nam Chumphon

Erst auf dem Heimweg finden wir heraus, dass in der Mauer, die den Tempel umgibt hunderte Urnen eingemauert sind; hoffentlich haben wir niemanden gestört.

Gleich neben an ist eine Mönchsschule, zu sehen sind die Mönche aber nicht. Als wir jedoch unter den Fenstern durchlaufen ruft uns ein älterer Mönch zu und deutet uns anzuhalten zu warten. Kurz darauf lässt er an einer Schnur eine kleine Plastiktüte die zwei Stockwerke zu uns herunter, darin sind zwei Müsliriegel, die er Ellie schenken möchte. Wir legen im Gegenzug eine kleine Spende in die Tüte. Wir verabschieden uns herzlich und sind ein bisschen überwältigt.

Langsam wird es dunkel, wir spazieren Richtung Wasser. Auf dem grossen Dorfplatz finden wir viele Stände, die Essen und Getränke verkaufen. Wir machen es uns an einem Tisch bequem und gehen abwechselnd auf Entdeckungstour. Grundsätzlich ist das Angebot sehr fleisch- und fischlastig. Ich hole mir einen Salat mit Reis und stelle erst am Tisch fest, dass die kleinen rosa Dinger auf dem Reis kein Gewürz sind sondern wenige Millimeter lange Minigarnelen. Garnelen wollte ich eigentlich nicht kaufen, wo doch die Beifangquote so gross ist bei Garnelen. Nun sind aber schon auf meinem Teller, also runter damit. Schmeckt gar nicht so schlecht.

Lange sehen wir ausser uns keine anderen Touristen. Irgendwann fallen 3 Gestalten in der Menge auf, weil sie einfach grösser sind als die durchschnittlich eher kleinen Thais. Es sind Amerikaner. Der Mann ist in Shorts und T-Shirt unauffällig und durchaus ähnlich gekleidet wie die Thais. Von den Frauen hat eine eine kurze Hose und eine Bikinioberteil an, die andere ein Trägershirt und ein sehr knappes Bikinihöschen. Von unserem Tisch aus können wir gut beobachten wie verschiedene Grüppchen der Thais tuscheln oder sich gegenseitig Zeichen geben, sie machen sich offenbar lustig über die unangebrachte Kleidung. Am Nebentisch unterhalten sich ein paar junge Thais. Mit einem kurzen Blick zu uns und dann Richtung Amis deutend: „Bad Fashion!“

Damit ist wohl alles gesagt.

Gute Nacht!

Tempelbesuch in Pak Nam

4. Januar 2020, Tag 6 unserer Reise.

Am Nachmittag kommen wir in Chumphon mit dem Zug an. Mir geht es auch schon wieder besser, sogar meinen Sea Shepherd Pulli habe ich wieder an. Wir haben ein Zimmer in einem kleinen Gästehaus, es ist sauber und hat Klimaanlage, wie wunderbar. Nach einem ausgedehnten Mittagsschlaf suchen wir uns zu Fuss ein Restaurant zum Abendessen in der Nähe. Heute bitte nicht scharf.

Am nächsten Morgen ziehen wir zu Fuss los das kleine Örtchen Pak Nam zu erkunden, wo unsere Unterkunft ist. Wir wissen wenig über den kleinen Ort, ausser dass von hier in zwei Tagen unser Schnellboot nach Koh Tao abfährt. Ein Blick in den Reiseführer hilft: Es ist vor allem Durchgangsort für Reisen vom Festland nach Koh Tao, jedoch legt hier praktisch niemand einen Stop ein; sehr hilfreich.

Nach wenigen Minuten der erste Tempel, den Ellie wieder so spannend findet, dass wir auf jeden Fall rein müssen.

Tempel: Rak Sinlatham

Auf dem Treppenabsatz wartet diese Buddha Statue auf unseren Besuch.

Buddha auf einer Schildkröte

Ich finde ja die Schildkröte schaut ein bisschen zerknirscht drein, mit dem doch nicht so schlanken Buddha auf dem Rücken.

Oben am Tempel angekommen ziehen wir die Schuhe aus bevor wir eintreten. Das ist offenbar überall in Thailand so, nicht nur bei Tempeln sondern bei so gut wie allen Gebäuden. Etwas ungewohnt für uns. Und im krassen Gegensatz zu den USA, wo man mindestens Hose, Shirt und Schuhe tragen muss um überhaupt bedient zu werden, auch bekannt als „No Shirt, No Shoes, No Service„ – Regel.

Wir treten also barfuss in den Tempel ein. An der Türschwelle sitzt ein Mann, schätzungsweise Mitte dreissig. Er begrüsst uns freundlich und bittet uns einzutreten. Dafür aufzustehen kommt ihm aber nicht in den Sinn. Mitten im Tempelraum, er misst rund acht mal acht Meter, säubert ein Mädchen von etwa vier Jahren spielerisch mit einem Feder-Staubwedel die verschiedenen Figuren. Es ist wohl die Tochter des Mannes.

Der Haupt „Altar“ im Tempel

In einer Ecke gleich neben dem Eingang plappert in gedämpfter Lautstärke eine Talkshow Moderatorin aus einem Flachbildfernseher. Aus Lautsprechern, die an der moderigen Decke angebracht sind tönt gleichzeitig Popmusik. Ellie hört die Musik und fängt prompt an kreuz und quer durch den Tempelraum zu tanzen. Wir versuchen Sie zu bremsem „psch, psch, psch, Ellie langsam! Nicht hier! Später! Im Hotelzimmer!“ Vater und Tochter applaudieren jedoch so begeistert, dass Ellie nicht mehr zu bremsen ist. Für uns ein lösender Moment, es ist offenbar ok wenn kleine Mädchen im Tempel tanzen. Wir beruhigen uns ein bisschen und versuchen Ellie nur noch zu motivieren mit genügend Abstand zu den Figuren zu tanzen. Zum Glück ist sie nach ein paar Minuten müde und hört wieder auf. Sehr erleichtert stellen wir fest, dass nichts kaputt gegangen ist.

Ein bisschen nervös lassen wir es ordentlich klingen in der Spendenbox und verabschieden uns von der kleinen Reinigungskraft und ihren bewegungsfaulen Vater; er steht auch bei der Verabschiedung nicht auf.

Wir schlendern weiter durch das Örtchen, es gibt nicht viel zu sehen. Skurril ist die Uferpromenade in der Nähe des Fähranlegers, sehr in die Jahre gekommen und ausser Strassenhunden sind keine anderen Lebewesen zu sehen. Es ist bewölkt, die Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit machen uns zu schaffen. Ein verlassener Spielplatz mit bestimmt 20 Jahren alten Spielgeräten, die meisten aus Metall und grösstenteils verrostet, wirkt so seltsam auf uns, dass uns fast ein bisschen mulmig zu Mute wird. Eine Kinderschaukel schwingt ganz langsam und leise quietschend im Wind. Diese Szene, wie aus Terminator 2, gibt uns den Rest.

Wir finden in der Nähe eine kleine Hotelbar, essen ein Eis und trinken einen Eistee. Hier ist zwar auch fast nichts los, aber Ellie hat grosse Freude an den ungefähr fünf Kindern der Wirtsfamilie, die sie innerhalb kürzester Zeit um den Finger gewickelt hat. Die blonden Haare und blauen Augen haben eine magische Anziehungskraft, aber Ellie kann die anderen auch ganz schön herumkommandieren.

Das ist so ein Moment, in dem es mir schwer fällt innerhalb so kurzer Zeit umzuschalten von Werwolfpapi, der seine Tochter vor Dämonen auf der postapocalyptischen Uferpromenade beschützt zu Chillpapi, dem es überhaupt nichts ausmacht wenn seine Tochter längers als 30 Sekunden mit den gleichaltrigen Mädchen aus seinem Blickfeld verschwindet.

Ich hoffe ihr habt einen entspannten Tag. Bis zum nächsten Blog.

Zugfahren – ein Erlebnis

In diesem Blog sind ausnahmsweise keine Fotos. Lasst eurer Fantasie freien Lauf.

Guten Morgen, um sechs Uhr stehen wir auf um auf keinen Fall den Zug nach Chumphon um acht Uhr zu verpassen, den wir von zuhause aus schon gebucht hatten. Das ist sehr früh nachdem wir uns nur drei Tage versucht hatten an die sechs Stunden verschobene Zeit zu gewöhnen, vor allem für unseren kleinen Morgenmuffel.

Zugfahren in Thailand ist für uns sehr spannend. Können wir das Gepäck bei uns haben oder wird es irgendwo zusammen mit anderem Gepäck verstaut? Müssen wir Angst haben dass uns Sachen geklaut werden? Gibt es Verpflegung unterwegs? Sicher ist sicher, dachten wir uns und haben reichlich Schlösser für die Taschen gekauft und uns mit Snacks und Getränken eingedeckt, die Zugfahrt soll immerhin sechs Stunden dauern.

Gut, wir sind lange vor Abfahrt am Bahnhof und haben das richtige Gleis gefunden. Es gibt sogar elektronische Anzeigen. Vor unserem Zug fährt ein völlig überfüllter sehr langer Zug ab, na das sind ja Aussichten. Sehr erstaunt sind wir als danach drei selbstfahrende Wagons auf das Gleis fahren. Das soll unser Zug sein? Der Richtige Zielort ist angeschrieben, wir fragen aber zur Sicherheit trotzdem nach. Und es ist tatsächlich der Richtige. Wir steigen höflich als letzte ein, schliesslich haben wir reservierte Sitzplätze, die wir auch gleich finden. Das Gepäck hat auch bei uns Platz. Die Mitreisenden sehen geschäftig, gelangweilt oder sehr müde aus. Wir sehen Thais, Chinesen, Europäer, aber alle sind eher gut gekleidet, die meisten haben teure Smartphones in der Hand und ebensolche Kopfhörer auf. Wir reisen sogar im klimatisierten Wagen. Das sieht doch alles sehr gut aus.

Wir sinken in unsere Sitze, die Lehnen lassen sich nach hinten kippen und an den Vordersitz sind Klapptische. Als etwas später eine Zugbegleiterin ein Wägelchen vor sich her schiebend uns gut gekühlte Getränke anbietet bin ich vollends überzeugt dass wir eigentlich in einem Flugzeug sind.

Kurze Zeit später serviert Sie uns Essen, passend, in Portionsschälchen verschweisster Reis und zwei weitere zugeschweisste Tütchen, auf denen wir nur anhand der Bilder erraten können was drin ist. Das eine ist irgendetwas mit Hähnchen, das andere eine Fischsosse. Mutig drücke ich meine Hähnchenpackung auf den Reis aus und gebe reichlich von der Fischsosse dazu. Aus dem Augenwinkel beobachte ich die Thailänderin neben mir. Sie lässt das essen zurück gehen. Hm, kein gutes Zeichen. Naja vielleicht fastet Sie ja, oder ist das essen vielleicht doch nicht geniessbar? Egal, es ist schliesslich schon fast elf Uhr und ich hab Hunger. Nach drei bis vier Löffeln wird es mir langsam klar. Oder besser gesagt warm. Ich fange an zu schwitzen und hechle wie ein Hund mit schwarzem Fell in Bangkok, der keinen Schatten findet. Das Essen hat keinen besonderen Geschmack, dafür ist es um so schärfer. Und die eisgekühlt Cola brennt es schön noch tiefer in meine Zunge. Barbara grinst verschmitzt und reicht mir fragend ihre noch geschlossene Tüte Hähnchen rüber: „Falls Du noch Hunger hast.“ Ellie unterbricht das Malen, schaut zu mir und fragt: „Papi, warum schwitzt Du so fest mit dem Gesicht? Es ist doch so kalt hier drin. Wir haben alle unsere Pullies an.“

Der grosse Papi wollte die Kultur erleben, eintauchen, alles mitmachen was da kommt um zu zeigen dass es in einem anderen Land nur anders ist und nicht schlechter als zuhause, wollte Vorbild sein. Und vor allem für das eigene Ego, wenn das jemandem schmeckt probiere ich es auch und versuche es zu geniessen, ausserdem ist da ja noch der Anstand einen Teller aufzuessen. Ja ja, nun sitze ich da und zwinge unter verschiedenen Atemtechniken und vielen Pausen meinen Reis mit Sch*** runter. Dann ziehe ich meinen Pullover aus um das Hecheln zu vertuschen, den werde ich wohl erstmal nicht mehr brauchen. Kurz darauf schlafe ich ein. Ob das nun vorbildlich war? Wohl eher nicht, vielleicht hätte es genügt zu probieren und dann auf meine inneren sich verkrampfenden Organe zu hören. Aber es ist zu spät.

Übrig bleibt ein elendes Häufchen Papi, verrenkt im Sitz schlafend, schwitzend und vor allem ohne Sea-Shepherd Pulli.

Na dann Gut-Nacht-um-Sechs!

Bis zum nächsten Blog, euer Felix.

Neujahr, Tempel, Shopping

Aufräumen!

Guten Morgen! Mit einem leicht grösseren Kopf als normal, nach den etwas zu grossen Bierflaschen gestern Abend, versuchen wir im Pool aufzuwachen. Ellies viele Wünsche und Ideen helfen nicht unbedingt beim entspannen. Es ist aber wunderbar sie bei uns zu haben.

Nach längerem Studium unseres Reiseführers, nein wir sind nicht perfekt vorbereitet, entscheiden wir uns eine Fahrt auf dem Chao Phraya Fluss zu machen. Der kürzeste Weg an den Fluss ist über die Khaosan Road, zu welcher uns das Hotel mit einem TukTuk bringt. Sehr spannend für Ellie!

Plakat mit „Must-Do“ Liste an der Khaosan Road.

Ok, Tatoo kommt nicht Frage und den Rest haben wir gestern erledigt. Schon ein bisschen spassig so eine Liste und erinnert stark an den Film Hangover 2.

Ein paar Schritte weiter kommen wir an einem Tempel vorbei, dem Wat Chana Songkhram. Ellie ist total begeistert von den ganzen Blumen und weiss angezogenen Menschen. Also gehen wir rein obwohl die Hölle los ist. Es gehört wohl zum Neujahrstag für die Gläubigen dazu, den Tempel zu besuchen. Barbara und Ellie kaufen ein paar Blumen und zünden Kerzen und Räucherstäbchen an.

Wichtig: Immer 5 Räucherstäbchen!

Im Haupttempel fotografieren so viele Thais, da erübrigt sich zum Glück die Frage ob es erlaubt ist.

Wat Chana Songkhram

Nach dem Trubel des Tempels laufen wir durch ein paar enge Gassen mit allerlei Touristenläden und Ständen an denen Obst und Fruchtshakes verkauft werden Richtung Fluss. Dabei finden wir nochmal einen schönen Blick auf einen kleineren Tempel, den Chedi Phra Chedi.

Chedi Phra Chedi

Am Fluss angekommen entscheiden wir uns nicht für ein teureres Touristenboot sondern für das günstige Linienboot. Wie Sardinen in einer Büchse fahren wir Flussabwärts. Ellie ist eine Riesenattraktion bei den Thais. Neben einer älteren Dame darf sie auf einem der letzten Stühle Platz nehmen. Mama und Papa stehen. Nach gut 20 Minuten Fahrt, begleitet von lautem Pfeifen den Bootsjungen, die so dem Kapitän, Signale geben beim An- und Ablegen, erreichen wir die Memorial Bridge. Das Hintergrundfoto auf der Startseite ist von dieser Brücke. Von hier aus starten wir zu Fuss Richtung China Town, wo wir Abend essen wollen. Nach einer Viertelstunde stellen wir fest, die Chinesen arbeiten heute wohl nicht. Also mit dem Taxi zurück an die Khaosan, wo wir feines thailändisches Essen an einem Strassenstand bekommen. Mit Zwischenstop im 7-Eleven, einer sehr verbreiteten Kiosk-Kette, wo wir Knabberein kaufen, gehen wir zurück zum Hotel und kühlen uns im Pool ab und versuchen früh ins Bett zu gehen. Ellie hat die Zeitumstellung aber noch lange nicht durch.

Den nächsten Tag verbringen wir mit Einkäufen für die weitere Reise. Dazu besuchen wir ein thailändisches Shopping Center, es besteht grösstenteils aus aberhunderten wenige Quadratmeter grosser Läden und Ständen. An einem etwas vertrauenswürdigen Laden kaufen wir und thailändische SIM-Karten für unsere Handys. Ein bisschen erstaunt sind wir schon wie Reibungslos das klappt, der Verkäufer legt uns die Karten gleich ein, schaltet sie frei und verpackt unsere schweizer Karten sehr gut. Er macht das alles mit grosser Sorgfalt und Freundlichkeit.

Bei dem Fotozubehör habe ich ein bisschen weniger Glück. Auf dem ND-Filter, den ich für Landschaftsaufnahmen kaufe, steht in grossen Lettern Made in Germany, das macht sich leider auch beim Preis bemerkbar. Mein Preispoker, „Kleinigkeiten sind bestimmt günstiger in Bangkok als zuhause“, ist also nicht aufgegangen. Na gut, es gibt also kein weiteres Spielzeug für Papi.

Zurück im Hotel starten wir wieder ein Versuch früh schlafen zu gehen, weil am nächsten Morgen früh um acht unser Zug Richtung Süden abfährt. Dazu mehr im nächsten Blog.

Bis dahin – Gute Nacht!

Silvester in Bangkok

Die Party-Grossstadt in Südostasien, im Gepäck unsere 4-jährige blonde blauäugige Tochter, das wird spannend.

Etwas nervös, leicht panisch und unausgeschlafen suchen wir uns ein Taxi zum Hotel. Gleich beim einsteigen müssen wir die grade erworbenen Kenntnisse aus dem Reiseführer anwenden und den Taxifahrer deutlich gestikulierend darauf aufmerksam machen den Taximeter anzuschalten. Macht er auch und schaltet selbst auf Dienst nach Plan.

Ellie und ich sind gespannt auf das Hotel, das Barbara als Überraschung für uns gebucht hat. Morgens um 10 kommen wir also im Nanda Heritage Hotel an. Freudestrahlend entdeckt Ellie den Pool, aus dem sie die nächsten drei Tage nicht mehr herauszubekommen sein wird.

Nach einem ausgiebigen Jet-Lag-Mittagschlaf machen wir uns am späten nachmittag zu Fuss auf den Weg die Altstadt mit der bekannten Khaosan Road zu erkunden. Vielleicht halten wir ja bis zum Neujahrscountdown durch.

Komisch, wir sind nicht die einzigen Menschen auf der bekanntesten Touristenstrasse der 14.5-Millionen Metropole.

Aus den Restaurants plärt lauter Thaipop und das Grillfleisch der Streetfoodstände füllt unsere Nasen mit exotischen Düften. Das macht Hunger.

Die Vegetarier haben es in Bangkok offenbar nicht leicht.

Das Krokodil ist wohl eher eine Show für Touristen. Aber zugegeben habe ich kurz überlegt ob ich vielleicht die Zähne kaufen könnte um daraus eine Halskette für Ellie zu machen, nur so als Abschreckung. Hm, da ist er mal wieder, schon wieder, der Helikopter-Wehrwolf-Papi.

Auf jeden Fall haben wir bei viel zu lauter Musik etwas gegessen und waren vor Mitternacht wieder im Hotel, Ellie hat den Countdown verschlafen und wir haben mit einem Pärchen aus Tschechien mit sehr grossen Bierflaschen auf der Dachterrasse des Hotels auf das neue Jahr angestossen.

In diesem Sinne, prost und ein gutes neues Jahr!

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